9. Mai 2017 Klaus D. Schulze

Sichere Renten für Alle! (PE)

DIE LINKE. HEDDERNHEIM NIEDERURSEL

  • Sichere Renten für Alle! (Presseerklärung)
  • 60. Öffentliche Informations- und Diskussionsveranstaltung
    • Dr. Achim Kessler,
       - Sozialpolitischer Sprecher DIE LINKE. HESSEN,
       - Direktkandidat im Wahlkreis 182 (Frankfurt West) und
       - Spitzenkandidat auf der Landesliste DIE LINKE. HESSEN
      für die Wahl zum Deutschen Bundestag 2017
    • StV Dominike Pauli,
      Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE in der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung

  • Dienstag, 09. Mai 2017
  • von 18:00 Uhr bis 21:00 Uhr
  • Clubraum 1, Saalbau Titusforum im Nordwestzentrum,
    Walter-Möller-Platz 2, 60439 Frankfurt am Main.

Auf der gutbesuchten 60. Öffentlichen Informations- und Diskussionsveranstaltung der Partei DIE LINKE. HEDDERNHEIM NIEDERURSEL
 - "Sichere Renten für Alle!"
 - am Dienstag, 09. Mai 2017,
 - im Saalbau Titusforum im Nordwestzentrum, Walter-Möller-Platz 2, 60439 Frankfurt am Main,
ging StV Dominike Pauli - Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE in der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung -,
die Dr. Achim Kessler - Sozialpolitischer Sprecher DIE LINKE. HESSEN, Direktkandidat im Wahlkreis 182 (Frankfurt West) und Spitzenkandidat auf der Landesliste DIE LINKE. HESSEN für die Wahl zum Deutschen Bundestag 2017 - vertrat,
im Gespräch mit vielen Teilnehmer*innen auf die aktuelle Rentensituation ein.
Während der inhaltlichen Debatte wurden die Vorschläge der Partei DIE LINKE vorgestellt. Die Teilnehmer*innen stimmten darin überein und stellten unter anderem klar, daß wir sichere Renten für Alle erkämpfen können. Im Weiteren forderten sie die Bundesregierung auf, sichere Renten für Alle zu garantieren:

•     Die Rente muss den Lebensstandard sichern!
2001 lag die Rente nach 45 Versicherungsjahren bei 53 Prozent des jeweiligen Lohns, heute nur noch bei 48 Prozent. Bis 2030 wird sie auf 43,7 Prozent sinken. Eine Rente von ehemals 1.000 Euro wird nur noch 800 Euro wert sein. Selbst Menschen mit mittleren Einkommen können nur noch eine Rente in Höhe der Grundsicherung erreichen, die das Sozialamt ohnehin bezahlt. Wir meinen: Das ist sozial ungerecht. Die private Riester- Rente deckt wegen der geringen Renditen diese Verluste nicht. Außerdem können sich die Wenigsten einen Riester-Vertrag überhaupt leisten.
Wir bleiben dabei:
Die Rente muss den Lebensstandard sichern. Deshalb muss das Rentenniveau wieder auf 53 Prozent angehoben werden. Die Riester-Rente wird abgeschafft, bestehende Verträge in die gesetzliche Rentenversicherung übertragen.

•     Die Rente muss vor Armut schützen!
Jeder Mensch verdient einen gesicherten Ruhestand. Egal wie viel und wie lange er oder sie Beiträge gezahlt hat. Wer länger arbeitslos ist, seine Erwerbstätigkeit für Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen unterbricht oder zum Niedriglohn arbeiten muss, hat kaum eine Chance auf eine Rente über dem Armutsniveau. Denn die durchschnittlich gewährte Grundsicherung im Alter von 782 Euro (März 2015) liegt unter der offiziellen Armutsschwelle von derzeit 1.063 Euro. Dass Rentnerinnen und Rentner in unserem reichen Land in Armut leben, nehmen wir nicht hin!
Deshalb fordern wir:
Eine solidarische Mindestrente in Höhe von 1.050 Euro, die aus den eigenen Beiträgen und aus Steuermitteln finanziert wird. Müttern und Vätern sollen grundsätzlich drei Jahre Erziehungszeit angerechnet werden.

•     Rente spätestens ab 65 für alle!
Aktuell sind nur 14 Prozent der 64-Jährigen in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Die Rente erst ab 67 wirkt deshalb wie eine zusätzliche Rentenkürzung. Ein Krankenpfleger kann mit 67 nicht mehr schwer heben. Eine Dachdeckerin kann mit 67 nicht mehr auf dem Baugerüst klettern. Wer das nicht einsieht, hat keine Ahnung, wie schwer ihre Arbeit ist!
Wir bleiben dabei:
Das Renteneintrittsalter muss wieder auf 65 gesenkt werden! Wer 40 Jahre Beiträge gezahlt hat, soll ab 60 ohne Abschlag in Rente gehen können!

•     Spitzenverdiener müssen mehr zur Rentenversicherung beitragen!
Oft wird behauptet, dass die Rente zu Lasten der jungen Generation geht. In Wirklichkeit besteht der Gegensatz nicht zwischen "Jung" und "Alt", sondern zwischen "Arm" und "Reich". Außerdem wurden die Arbeitgeber von der Finanzierung der Rentenversicherung erheblich entlastet.
Wir fordern deshalb:
Alle sollen in die Rentenversicherung einzahlen, auch Selbständige und Beamtinnen und Beamte. Die Beitragsbemessungsgrenze, ab der für Einkommen keine Beiträge gezahlt werden müssen, muss abgeschafft werden. Die Renten von Spitzenverdienern werden gleichzeitig abgeflacht. Die Rente wird wieder zu gleichen Teilen von Arbeitgebern und Versicherten finanziert.

Politisch - Aktuell - Konkret.
Mit den Menschen - im Stadtteil - auf der Straße.
Arbeit und Beruf - Frieden und Abrüstung - sozial und gerecht:
Das muss drin sein.

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